Schülerwettbewerbe und Projekte des Justinus-Kerner-Gymnasiums

Schülerwettbewerbe und Kerner-Projekte des Justinus-Kerner-Gymnasiums

1985
Für das Jubiläum des 200. Geburtstags von Justinus Kerner gestalten Schülerinnen und Schüler des Justinus-Kerner-Gymnasiums Weinsberg ein Buch über den Namensgeber ihrer Schule „Im Blickfeld Justinus Kerner“, das in zwei Auflagen erscheint.

1999
Die Arbeitsgemeinschaft „Literatur regional“ gestaltet für den Justinus-Kerner-Verein die Broschüre: „Kerner, Käthchen, treue Weiber“, die als Jahresgabe an die Mitglieder verschickt wird.

2000
Am 18.9.2000 (Geburtstag Justinus Kerners) werden die Preise des ersten Kerner-Schülerpreises vergeben. Zum 150. Todestag Nikolaus Lenaus befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit Lenaus Gedichten: An die Biologen, Merlin, Beethovens Büste. Preisträgerinnen: Katja Scheele, Anke Reisenbüchler, Christine Mayer

2001
174 Schülerinnen und Schüler der Unterstufe gestalteten Klecksographien, frei nach Justinus Kerner. Preisträger: Katrin Bajak, Florian Bollmann, Philipp Bühl, hristoph Kehrein, Franziska Mähner, Sabrina Rechkemmer, Susanne Riedel, Christian Sachon, Sebastian Susset und Robert Weber. Im Foyer der Justinus-Kerner-Gymnasiums wurden die Arbeiten gezeigt.

Zu den Baden-Württembergischen Literaturtagen gestaltete die Arbeitsgemeinschaft „Literatur regional“ einen „literarischen Parcours“ vom Rathaus zum Kernerhaus mit Zitaten über Weinsberg aus der Weltliteratur. Dazu wurde in der Stadtbücherei Weinsberg eine begleitende Ausstellung gezeigt.

2002
Schüler der Klassen 8 – 10 interpretierten Kerners Gedicht im Eisenbahnhofe und schrieben einen Brief an Justinus Kerner.
Preisträger: Madlen Hornung, Susanne Steg, Carmen Huck und Nicolai Balle

2003
Schülerinnen und Schüler der Unterstufe gestalteten ein „Albumblatt für Justinus Kerner“
Preisträger: Maike Fink, Sabrina Haas, Nathalie Herzog, Julia König, Tsion Kraus, Larissa Labenski, Catherina Maier, Carolin Oppermann, Nathan Riezler und Virginia Tufano

2004
Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gestalten 60 Zitate von Justinus Kerner grafisch am PC. Preisträger: Melanie Allgaier, Kathrin Bertsch, Sebastian Braun, Ann-Kathrin Eckbauer, Carolin Eckert, Alena Finkbeiner, Lisa Freyer, Anna Greiner, Yvonne Städter und Susanne Steg

2005
Zum Jubiläum des Kernervereins entsteht aus den gestalteten Zitaten ein „Kerner-Parcours“ durch Weinsberg. Dazu wurde in der Sparkasse Weinsberg eine begleitende Ausstellung gezeigt.

2007
Zum 100. Todestag von Theobald Kerner interpretierten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Gedichte von Theobald Kerner und gestalteten einen Zeitungsartikel über Theobald Kerner.
Preisträgerinnen: Marina Fellmann, Anna Lena Nonnenmacher, Judith Seidel

2009
Thema der Kerner-Schülerpreises war diesmal ein Gedichtvergleich: Heinrich Heine, Loreley und Justinus Kerner, Abendschifffahrt bzw. Gedichte zum Wassermann-Mythos von Heine und Kerner.
Preisträger: Isabel Stettin und Andreas Gold. Isabell Zehaczek begleitete die Feier mit einer eigenen Fantasie zu Robert Schumanns Vertonung von Kerners Gedicht „Der Wassermann“.
Die Preisträger lasen bei der Jahresversammlung des Justinus-Kerner- und Frauenvereins aus ihren Arbeiten.

Projekt „Literatur vor Ort – Weinsberg – Muse der Romantik“ mit Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 im Kernerhaus und auf der Weibertreu. Es entstehen die Webseiten www.literatur-vor-Ort.de [LINK]

 

2011

Klecksographie-Wettbewerb

Im Schuljahr 2011/2012 fand wieder der traditionelle Wettbewerb des „Justinus-Kerner-Vereins und Frauenvereins“ und des „Justinus-Kerner-Gymnasiums“ für Schülerinnen und Schüler des „Justinus-Kerner-Gymnasiums“ statt. Diesmal richtete sich der Wettbewerb an die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen. Thema war die Erstellung von Klecksographien in der Tradition Justinus Kerners.

Aus einer sehr großen Anzahl vorgelegter Arbeiten wurden 4 Siegerarbeiten ausgewählt, ebenso erhielten die teilnehmenden Klassen einen Klassenpreis als Würdigung für ihr Engagement und die Qualität der eingereichten Arbeiten.

Als Wettbewerbssieger wurden ausgezeichnet:

Jule Brecht, Elly Ernst, Melanie Hoos, Robin Hoost

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Feierstunde an Kerners Geburtstag, dem 18.September, im Foyer des Justinus-Kerner-Gymnasiums durch die 2.Vorsitzende des Justinus-Kerner-Vereins und Frauenvereins Frau Dr. Ritter statt. Frau Dr. Ritter und der Schulleiter des JKG, Herr OStD Maciejewski, betonten in ihren Ansprachen das besondere Engagement der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Beide Redner hoben auch die Qualität der vorgelegten Arbeiten hervor, von der sich die Besucher der Feierstundeim Rahmen einer kleinen Ausstellung überzeugen konnten.

 

2013

Bericht zur Dichterlesung von Elazar Benyoetz

Am 3. Mai 2013 war der bekannte israelische Dichter Elazar Benyoetz, Träger des „Kerner-Preises“ der Stadt Weinsberg, im Rahmen seines Aufenthalts in Weinsberg, der von der Stadt Weinsberg und dem „Justinus-Kerner-Verein und Frauenverein“ organisiert wurde, zu Gast zu einer Lesung im Justinus-Kerner-Gymnasium. Elazar Benyoetz, einer der berühmtesten Aphoristiker deutscher Sprache, Träger namhafter Literaturpreise und korrespondierendes Mitglied der „Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung“, las vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe I im Musiksaal unserer Schule. Er freue sich ganz besonders durch diese Veranstaltung mit Jugendlichen in’s Gespräch zu kommen. „Die Jugend ist die Hoffnung, besonders eines alten Dichters“,so Benyoetz, der auch seine besondere Verbundenheit mit Weinsberg zum Ausdruck brachte. „Man bekommt mit dem Preis auch irgendwie die ganze Stadt“, meinte er.

 

Benyoetz gibt vor den Schülern einige Kostproben seiner „Ein-Sätze“, wie er selbst seine Aphorismen nennt. Beispielsweise: „Hoffnung ist das Feuer, das über das Wasser geht,“ „Verliebtheit, alles funkelt, nichts leuchtet ein“ oder „Je kürzer der Text, desto ungeduldiger der Leser.“

 

Im Anschluss an die Lesung bot Elazar Benyoetz den anwesenden Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Fragen zu seiner Person, seinem Selbstverständnis als Schriftsteller und seinem Werk  zu stellen. Diese Möglichkeit wurde von den Teilnehmern mit regem Interesse und großem Engagement wahrgenommen.

 

 Lesung zum 200. Geburtstag von Robert Mayer

Am 25. Juli 2014 fand in Zusammenarbeit mit dem Justinus-Kerner-Verein und Frauenverein Weinsberg auf Anregung und mit tatkräftiger Unterstützung von Herrn Hans Göbbel vom Kerner-Verein und den begleitenden Lehrern Frau Schondelmaier und Herrn Dr. Lüttgens eine Lesung zum Gedenken an Robert Mayer statt. Schülerinnen und Schüler des Justinus-Kerner-Gymnasiums trugen Auszüge aus der Komödie von Horst Brandstetter "Mayer - eine tatsächliche Komödie" vor. Die Veranstaltung sollte zunächst im Garten des Alexanderhäuschens stattfinden, musste aber aufgrund eines kurzfristig einsetzenden Gewitters ins Innere des Alexanderhäuschens verlegt werden. In dem dargebotenen Stück von Horst Brandstetter geht es weniger um den historischen Robert Mayer als vielmehr um einen Mayer, der, wie auch schon der Titel zum Ausdruck bringt, exemplarisch für einen Menschen mit all seinen Problemen und Widersprüchen steht. Die Schülerinnen und Schüler des Justinus-Kerner-Gymnasiums verstanden es, die Zerrissenheit dieser Person in überzeugender und für die zahlreichen Zuhörer nachvollziehbarer Weise zum Ausdruck zu bringen.

 

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren: Elisabeth von Stosch, Elisabeth Birglechner, Sebastian Herrmann, Virginia Wilde, Sura Halifegil und Meike Janning.



2105

Lesung zu Nikolaus Lenau im Garten des Alexanderhäuschens

Am 24. Juli 2015 fand in Zusammenarbeit mit dem „Justinus-Kerner-Verein und Frauenverein Weinsberg“ auf Anregung und mit tatkräftiger Unterstützung von Herrn Göbbel vom „Justinus-Kerner-Verein und Frauenverein“ und den begleitenden Lehrern Frau Yagmur und Herrn Dr. Lüttgens eine Lesung zum Gedenken an Nikolaus Lenau statt. Schülerinnen und Schüler des Justinus-Kerner-Gymnasiums trugen Auszüge aus dem Werk Lenaus vor. Die Schülerinnen und Schüler des Justinus-Kerner-Gymnasiums verstanden es, das Leben und Werk und die innere Zerrissenheit dieses zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratenen Dichters, der Zeitgenosse und Gast Justinus Kerners in Weinsberg war, in überzeugender und für die zahlreichen Zuhörer nachvollziehbarerer Weise zum Ausdruck zu bringen.

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren: Beyza Özbey, Lilli Brecht, Furkan Yüksel, Elisabeth von Stosch, Rebekka Michalsky, Virginia Wild, Sura Halifegil und Liane Schmidt.

 

Elyasar Benoietz
Lesung zum 200sten Geburtstag von Robert Mayer
Lesung zu Nikolaus Lenau 2015
Lesung zu Nikolaus Lenau 2015
Lesung zu Nikolaus Lenau 2015

Wie das Justinus-Kerner-Gymnasium
zu seinem Namen kam

Seit 1955 trägt das Weinsberger Gymnasium den Namen Justinus Kerners. Die Namensgebung erfolgte als Ausdruck der tiefen Verwurzelung der Schule im kulturellen Leben der Kernerstadt. Seit Jahrzehnten hatte sie sich mit dem geistigen Erbe Justinus Kerners befasst und an Feiern zu Ehren des Dichters mitgewirkt. Eng sind die Verbindungen zwischen dem Justinus-Kerner-Gymnasium und dem Justinus-Kerner-Verein bis heute geblieben und damit wurde eine lange Tradition erfolgreich fortgeführt. Kennzeichnend dafür sind auch die traditionell engen personellen Verbindungen zwischen Schule und Kernerverein. Nachdem 1945 der ehemalige Schulleiter der Oberschule, Alfred Braun, für kurze Zeit den Vorsitz des Vereins übernommen hatte, prägte seit 1953 Studiendirektor Kurt Seeber 23 Jahre lang den Justinus-Kerner-Verein. Nach ihm übernahm Oberstudienrätin Margot Buchholz den Vorsitz und Ende der neunziger Jahre trat Oberstudiendirektor Emil Englert an die Spitze des Vereins. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen wirkten und wirken im Ausschuss des Vereins mit. In den fünfzig Jahren, in denen die Schule den Namen Justinus Kerners trägt, sind in Zusammenarbeit mit dem Verein eine Reihe von Projekten und Arbeiten entstanden, die sich mit Justinus Kerner und seinem Umfeld befassten und Kerners vielseitige Persönlichkeit auf vielfältige Art zum Anlass kreativer oder analytischer Auseinandersetzung machten. Einige dieser Projekte sind auch außerhalb der Kernerstadt auf reges Interesse gestoßen.

1985 machten sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a auf, den ehemaligen Schulleiter Walter Rosenfelder danach zu fragen, wieso das Weinsberger Gymnasium den Namen Justinus Kerners trägt. Zum 200. Geburtstag im Jahre 1986 wollte das Gymnasium Justinus Kerner "ins Blickfeld" rücken und ein Buch über den Namensgeber der Schule zusammenstellen. Oberstudiendirektor a.D. Walter Rosenfelder berichtete den Fünftklässlern unter anderem Folgen des:

Unsere Schule erhielt am 8. November 1955 den Namen .Justinus-Kerner-Progymnasium ". Zu der Zeit waren wir noch kein voll ausgebautes Gymnasium, sondern eine zehnklassiqe "höhere Schule", wie man damals zu sagen pflegte. Schon bald nachdem mir die Schulleitung übertragen worden war, erwogen wir im Lehrerkollegium den Gedanken, bei passender Gelegenheit bei der Unterrichtsverwaltunq in Stuttgart zu beantragen, dass unsere Schule nach dem
b
erühmtesten Bürger unserer Stadt den Namen "Justinus-Kerner-Progymnasium" tragen dürfe.

Während ich mir noch überlegte, welches Ereignis - etwa aus der Schulgeschichte - wir zum Anlass nehmen könnten, um den Namen für die Schule zu beantragen, veranlasste mich ein unvorhergesehener Vorgang in Heilbronn rasch zu handeln. Dort war in dieser Zeit ein viertes Gymnasium gegründet worden und für die Stadt Heilbronn stellte sich nun die Frage nach dem Namen der neuen Schule. Die Stadt Heilbronn fragte ordnungsgemäß beim Bürgermeisteramt Weinsberg an, ob die Stadtverwaltung Einnde erheben würde, wenn die Wahl auf den Namen „Justinus-Kerner-Gymnasium Heilbronn" fallen sollte. Ich stellte daraufhin umgehend bei der Unterrichtsverwaltung in Stuttgart den Antrag, unserer Schule den Namen ,,Justinus-Kerner-Progymnasium" zu verleihen.

 

 

Der Kernerpreis

für Schülerinnen und Schüler

Auf Anregung seines Vorsitzenden Emil Englert hat der Justinus-Kerner- und Frauen­verein Weinsberg 1999 einen „Kernerpreis für Schülerinnen und Schüler des Justinus-Kerner-Gymnasiums Weinsberg ins Leben ge­rufen, der in seiner ersten Ausschreibung zur Auseinandersetzung mit Gedichten von Nikolaus Lenau einlud. Sein Todestag jährte sich im Jahr 2000 zum 150. Mal. Der erste Preis ging an Katja Scheele für ihre Inter­pretation des Gedichtes „An die Biologen", der zweite Preis an Anke Reisenbüchler, die sich mit dem Gedicht „Merlin" befasst hat­te und den dritten Preis erreichte Christine Mayer für ihre Interpretation des Gedichtes „Beethovens Büste". Als besondere Überra­schung erhielten die Preisträgerinnen aus der Hand von Emil Englert silberne Weibertreu-Ringe mit einem Stein von der Weibertreu. Seither wurde dieser Kernerpreis für Schülerinnen und Schüler jedes Jahr am Ge­burtstag Justinus Kerners in einer kleinen Feier in der Aula des Justinus-Kerner-Gymnasiums verliehen.

Im Jahre 2001 fand die Preisträgerehrung am 215. Geburtstag Justinus Kerners statt. 174 Fünft- und Sechstklässler hatten sich am Wettbewerb des Kernervereins mit Klecksographien und dazu passenden Gedichten beteiligt. Die Arbeiten von Katrin Bajak, Florian Bollmann, Philipp Bühl, Christoph Kehrein, Franziska Mahner, Sabrina Rechkemmer, Susanne Riedel, Christian Sachon, Sebastian Susset und Robert Weber wurden mit Buchgutscheinen prämiert und in einer Ausstellung gezeigt.