Ziele und Aufgaben

Da Theobald Kerner sein Elternhaus am Fuße der Weibertreu seit dem Tod seines Vaters bis zum Ende seines Lebens bewohnt und der Verein anschließend das Haus übernommen hat, gehört dieses einstige Zentrum der Romantik in Schwaben zu den seltenen alten Dichterhäusern, in denen bis heute noch die geistige Atmosphäre und das authentische Lebensumfeld seiner früheren Bewohner spürbar ist. Diese Besonderheit zu erhalten, ist die vornehmliche Aufgabe des Vereins.

Außerdem fördert er die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Kerners vielseitigem Werk. Dazu gehört auch die Betreuung des literarischen Museums im Erdgeschoss des Kernerhauses. Als weitere Aufgabe hat der Verein die Restaurierung des 1985 erworbenen denkmalgeschützten "Alexanderhäuschens" durchgeführt (Kerners Gästeherberge), das kultureller Treffpunkt für Weinsberger und Kernerfreunde aus nah und fern geworden ist.

 

 

Für die wichtigsten touristischen Attraktionen in Weinsberg ist der Kernerverein seit über 100 Jahren zuständig und verantwortlich und der Weinsberger Frauenverein seit 190 Jahren für die Betreuung der Burgruine. Bereits 1868 bringt der Weinsberger Frauenverein den ersten Führer durch die Burg heraus. Es folgen weitere in den achtziger und neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Ein Jahr nach seiner Gründung erscheint ein erster Führer durch Weinsberg und Umgebung. Es folgen weitere in den Jahren 1914, 1920, 1927 usw.

Der Doppelverein ist bei der Gründung des ersten Weinsberger Fremdenverkehrsvereins aus dem Jahre 1927 dabei und sorgt im gleichen Jahr dafür, dass das Landesamt für Denkmalpflege das Kernerhaus und die Weibertreu in das Landesverzeichnis für Denkmalpflege aufnimmt. Der Verein war bis 1942 auch für die Pflege des Grabes der Seherin von Prevorst in Löwenstein zuständig.

Am 15. November 1985 hat der Verein die ehemalige Gästeherberge Justinus Kerners im großen Kernergarten, das „Alexanderhäuschen“, benannt nach dem Grafen Alexander von Württemberg, zusammen mit einem elf Ar großen Grundstück erworben. Zum Besitz des Vereins gehören außerdem der „Geisterturm“ sowie die Kerner-Gräber.

Der Verein war und ist bemüht, das Andenken an Justinus Kerner und seinen Freundeskreis wach zu halten, das Kernerhaus und die Burgruine zu pflegen, die Unverwechselbarkeit Weinsbergs durch Veröffentlichungen im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu verankern.

Bereits ein Jahr nach der Gründung des Kernervereins beschloss man, Vorträge in anderen Vereinen zu halten. Diese so genannte Öffentlichkeitsarbeit wird bis heute fortgeführt. Sie wurde in den letzten Jahren erheblich erweitert und den Anforderungen der Zeit angepasst, ohne tradierte Werte aufzugeben. Das Kernersche Haus ist wieder zu einem Treffpunkt geworden und der Kernergarten zu einem beliebten Veranstaltungsort. Vorträge, Autorenlesungen, musikalische Darbietungen, Förderung junger Talente, Theateraufführungen, Veranstaltungen mit einem breiten Spektrum sind zu einer festen Einrichtung geworden.

Der Verein ist bemüht, möglichst viele Besucher ins Kernerhaus und auf die Burg zu holen. Er ist auch bestrebt, öffentlich zu machen, was hier zu sehen ist und den Interessierten die Gewissheit zu geben, das Angebot wann immer in Anspruch nehmen zu können.

Durch die vielseitigen Aktivitäten des Vereins zeigt er, wie solide Kulturarbeit gestaltet werden kann und gestaltet werden muss, um Besucher, Leser, Hörer an Kultur heranzuführen.

 

Aufgaben der vereinten Vereine

Gemäß Satzung sowohl des Justinus-Kerner-Vereins als auch des Frauenvereins
Weinsberg stellt sich der Doppelverein die Aufgabe „der Pflege dankbarer Erinnerung
an Justinus Kerner in seiner Heimat  Weinsberg einen bleibenden Mittelpunkt zu schaffen“

Zweck des Vereins ist die „Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, von Kunst und Kultur sowie der Heimatpflege und Heimatkunde“.

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht dadurch, dass der Verein nach Kräften

a.  die Heimstätte, in welcher Justinus Kerner zu Weinsberg gewirkt hat, unter
     seinen Schutz nimmt.

b.  Die Gegenstände sammelt, welche mit der Person und dem Schaffen
     des Dichters, mit seiner Familie und seinem Freundeskreis im
     Zusammenhang stehen

c.  die Kenntnisse von Justinus Kerners dichterischem und wissenschaftlichem
     Werk fördert und verbreitet.

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Unterhaltung und Pflege der im Vereinsbesitz befindlichen Burgruine Weibertreu, des Kernerhauses, des Alexanderhäuschens, des Kernerdenkmals sowie des Geisterturmes.